Gewalt als Antwort auf den Schrei nach Liebe?

Fast jeder hat mitbekommen, dass der rechte Krawall auf der Frankfurter Buchmesse überhaupt kein rechter Krawall war, sondern höchstens eine linke Empörung wider der Meinungsfreiheit. Aufgrund der Anwesenheit zahlreicher Beobachter, Medien, Zeugen und mobiler Digitalkameras war der provozierte und geplante "Übergriff" schnell als "Fake" entlarvt.

Leser auf der Buchmesse

Fast jeder hat mitbekommen, dass der rechte Krawall auf der Frankfurter Buchmesse überhaupt kein rechter Krawall war, sondern höchstens eine linke Empörung wider der Meinungsfreiheit. Aufgrund der Anwesenheit zahlreicher Beobachter, Medien, Zeugen und mobiler Digitalkameras war der provozierte und geplante “Übergriff” schnell als “Fake” entlarvt.

Eine Tatsache, die von den Verursachern nicht nur unerwähnt bleibt, sondern mit einer Beharrlichkeit, wie sie zuletzt höchstens im Stalinismus praktiziert wurde, ignoriert wird. Gemäss deren skandinavischer Philosophie (“Wir machen uns die Welt, widiwidi-wie-sie-uns-gefällt!) fehlt dazu eigentlich nur ein unendlich öder Kommentar von Sybille Berg. Erschreckenderweise enttäuschte Berg nicht und lieferte.

SPIEGEL ONLINE Beitrag unter Verwendung eines dpa-Fotos (Screenshot gem. presserechtlicher Dokumentation).

Dort bezeichnet Berg die stupiden und dümmlichen Proteste gefühlter Meinungsdiktatoren auf der Frankfurter Buchmesse als den linken Versuch einer “gelungenen Gesprächsführung” mit “Schlägern, Brüllern und Menschenhassern”, die sich währenddessen zu einer “faschistischen Bewegung” formieren. Tatsächlich berichteten mehrere unverdächtige Medien und fassungslose Beobachter, dass die Ruhestörung und Gewalt von eindeutig linken Schlägern und Menschenhassern ausging. Mehr noch: Nicht nur der Börsenverein des deutschen Buchhandels distanzierte sich gegen die linken Krawalle, auch zahlreiche Autoren und Publizisten protestieren gegen die verfassungsfeindliche Motivation bestimmter Kreise, in Deutschland Meinungsdiktate zu etablieren.

Wahrheit? Wir machen uns die Welt…!

Umso verzweifelter deshalb der Versuch, Bergs Text entsprechend schlagkräftig zu illustrieren. In diesem Fall soll dazu ein Foto der dpa genügen, auf dem ein offensichtlich gewaltbereiter Extremist, erkennbar am unsauber geschorenen Glatzkopf und schmuddeligen Tätowierungen auf den Armen, gerade ein Protestplakat zerreisst oder aber zu einem kräftigen Schlag ausholt. Kein Symbolfoto, sondern ein Zeitdokument vom Ort des Geschehens, wie auch die Bildunterschrift belegt.
Tatsächlich handelt es sich bei dieser Figur jedoch nicht um einen rechten Schläger, sondern um einen Linksextremisten. Auf anderen Fotos der dpa von dieser Veranstaltung, die sich verstreut zu diesem Thema in der deutschen Medienlandschaft finden, hält genau jener Herr ein derartiges Plakat in die Luft.
Aber seit dem G10-Gipfel in Hamburg, zu dem deutsche Linksextremisten ihre “Höllentage” veranstalteten, wissen wir alle, dass es stets “Rechte” sind, die an linken Protesten teilhaben und diese durch Terror und Gewalt unterstützen.
Problematisch hier ist jedoch das schwarze T-Shirt dieses Gewalttäters, beziehungsweise dessen Rückenaufdruck. Dieser weist den Träger nämlich als Mitglied der “Crew” des “Schwarzen Bembel Blocks” aus – als Angehöriger des linksterroristischen Frankfurter schwarzen Blocks.

Einigkeit mit Jakob Augstein

Für Autoren eines Kalibers der Sybille Berg hingegen bergen Diktaturen per Se ungeahnte Chancen, sich selbst zu profilieren, sich bedeutender zu machen und wirtschaftlich zu partizipieren. Deshalb hat es natürlich schon pekuniäre Gründe, die Revolution herbeizusehnen. Und alles, was sich dagegen stellt, ist böse, schlecht und – Nazi. Erst recht, wenn die Freiheit des Wortes, der Gedanken und der Meinungen gefordert wird. Schliesslich gelten innerhalb der Linken Überzeugen wesentlich mehr als “Meinungen”. Schliesslich können Meinungen ja auch schon ein “Verbrechen” sein; sowas hat Klein-Sybille irgendwann mal bei der Antifaschistische gelernt…

Publizistische Sehnsucht nach Gewalt

So wundert es auch nicht, wenn das schlimmste der faschistischen Umtriebe für Sybille Berg Petitionen sind. Und da jeder, der die Linke kritisiert automatisch “rechts” sein muss, können derartige Petitionen auch nur “Nazi” sein. Deshalb darf auch Berg lügen, dass sich die Balken biegen.

Vielleicht ist der Schwarze Block, die jungen Menschen der Antifa, die Faschisten mit dem einzigen Argument begegnen, das Rechte verstehen, die einzige Bewegung neben einem digital organisierten Widerstand, die eine Wirkung hat.

Dass die “Charta 2017” überhaupt nichts von dem fordert, was die Berg in ihrem Text hetzt, scheint nebensächlich. Dass Berg Tatsachen verdreht und linke Gewalt in rechte Proteste umfabuliert, ist politisch kalkuliert und einziger Selbstzweck. Dass eine Kolumnistin unter SPIEGEL ONLINE sich ihren hasserfüllten Fantasien hingeben kann und unverhohlen zu Gewalttaten aufruft, sollte nicht mehr hingenommen werden.

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