Die „African Queen“ in Florida

"African Queen" ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Die Geschichte des Kapitäns Charlie Allnutt, der in Deutsch-Ostafrika  um 1914 auf den Flüssen um den Tanganjikasee mit seinem Dampfboot "African Queen" unterwegs war und zwischen den Handelsposten, Missonarsstationen und Lagern Transporte erledigte.

Die "African Queen" in Florida

Die „African Queen“ ist Filmgeschichte. Das Boot aus dem gleichnamigen John Huston Film von 1951 hat nach abenteuerlicher Odyssee Heimathafen bezogen: In Key Largo, Florida, als filmhistorische Touristenattraktion und lebendige Legende.

„African Queen“ ist ein Meilenstein der Filmgeschichte. Die Geschichte des Kapitäns Charlie Allnutt, der in Deutsch-Ostafrika  um 1914 auf den Flüssen um den Tanganjikasee mit seinem Dampfboot „African Queen“ unterwegs war und zwischen den Handelsposten, Missonarsstationen und Lagern Transporte erledigte.

Die Nachrichten über den Beginn des Ersten Weltkriegs beunruhigen auch den Pastor Samuel Sayer, der mit seiner Schwester, der Missionarin Rose in einer kleinen Siedlung missioniert. Doch plötzlich überrennen deutsche Kolonialtruppen die Siedlung, die Hilfstruppen der Deutschen brennen das Dorf nieder, der Pastor wird von deutschen Ungeheuern niedergeschlagen. Nachdem der Bruder beerdigt, schliesst sich Rose Kapitän Allnutt an. Der verwegene Plan, mit selbst konstruierten Torpedos ein deutsches Patrouillenboot auf dem Tanganjikasee versenken zu wollen, treibt beide in ein katastrophales Abenteuer und in gegenseitige Annäherung. Dramatisch: der Weg Rosies von der mit Nächstenliebe durchsetzen, strengen christlichen Moralistin, die um ihren Bruder zu rächen sich unchristlichen Ideen verschreibt.

Phantastisch gespielt von Karharine Hepburn, der sichtlich leidene Robert Morley als Pastor Sayer und natürlich als simpel, einfältig und bärbeissiger Kapitän Allnutt der legendäre Humphrey Bogart, hier in einer freundlich-optimistischen Rolle.
Zum Teil wurden die stereotypen deutschen „Antihelden“ als zu platt und „Antideutsch“ kritisiert, tatsächlich ist das Bild der deutschen Kaisersoldaten in diesem Film problematisch – aber das waren die Deutschen in Deutsch-Ostafrika schliesslich auch. Aus diesem Grund kam der Film auch sieben Jahre nach Premiere, nämlich erst 1958 in den deutschen Kinos; die „deutschfeindlichen Szene“ wurden herausgeschnitten.

„Die vorzügliche Verfilmung von Foresters satirischem Roman hat durch späte Ausmerzung von ‚Antideutschem‘ unnötig gelitten. Dennoch sehenswert.“

urteilte die katholische Filmkritik.
Doch zurück zum Boot…

 

Die gesamte Filmproduktion fand überwiegend in Akfrika an Originalschauplätzen statt. Die Außendrehs in Butiaba am Albertsee sowie am Murchison Falls National Park waren äußerst kompliziert und für alle Beteiligten anstrengend.

Das filmhistorischer Boot, ursprünglich 1912 als S/L Livingstone zu Wasser gelassen war ursprünglich tatsächlich auf dem afrikanischen Albertsee sowie auf dem weißen Nil als Frachter im Einsatz. Dampfboot war es allerdings nur im Film; es wurde für die Dreharbeiten als Dampfboot „umgebaut“.

Heute befindet sich die African Queen als historische Touristenattraktion in Key Largo, Florida.

Messy Nessie berichtet ausführlich über den heutigen Eigner der African Queen in Key Largo.

Discovering the Real African Queen

Der ganze Film

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