Der Puff und das Schwein

Der „blaue Engel“ in der Lübecker Clemenstrasse ist schon lange kein Puff mehr, sondern eine Studentenkneipe. Durch die Fensterscheibe dieser Kneipe wurde kürzlich ein Stück Kadaver in Form eines Schweinskopfes geworfen, offenbar nicht der erste Zwischenfall dieser Art.

Der Puff und das Schwein

Der Puff und das Schwein


Der „blaue Engel“ in der Lübecker Clemenstrasse ist schon lange kein Puff mehr, sondern eine Studentenkneipe. Durch die Fensterscheibe dieser Kneipe wurde kürzlich ein Stück Kadaver in Form eines Schweinskopfes geworfen, offenbar nicht der erste Zwischenfall dieser Art.

Mit dem Kopf vom Schwein

zu werfen ist neuerdings eine Methode besorgter deutscher Nationalisten, um sich vor vermeintlichen Islamisten zu schützen. Dabei wäre es viel sinnvoller, mit Knoblauch gegen Vampire zu ziehen. Allerdings würde man sicher eher nachts Vampire auf Lübecker Friedhöfen finden, als islamistische Terroristen in der offenen Gesellschaft. Denn diese offene Gesellschaft fördert weder Islamfaschismus, noch Terrorismus – sondern kümmert sich um Menschen, die dem religiösen Extremismus entflohen sind und nicht untertauchen, sondern Teil dieser freien und offenen Gesellschaft werden wollen. Und die dazu jedes Recht und jede Chance haben.
Doch das wissen die Täter vermutlich nicht – was wiederum beweist, dass deutsche Rechte nicht nur mit ideologischen und historischen Zweifeln belegt sind, sondern auch ein erhebliches intellektuelles Problem haben. Denn dann würden diese Personen wissen, dass schon aufgrund erhebliche historischer Erfahrungen kein Bedarf, keine Existenzberechtigung und keine Akzeptanz an extremistischen Umtrieben in Deutschland besteht. Und somit war diese Tat auch kein politischer Ausdruck, wie auch manche Linke behaupten, sondern nichts anderes als ein ein krimineller und zutiefst primitiver Akt.

Umso bizarrer

ist dabei die Tatsache, dass sich Persönlichkeiten des öffentlichen und politischen Lebens berufen fühlen, diese Tat zu verurteilen und sich von derartigen Umtrieben zu distanzieren. Nicht nur, dass sich dadurch die betreffenden Täter in ihrem Treiben bestätigt fühlen – sich verstehen dadurch ihre Taten nicht als jene primitive Handlungen, um die es sich handelt – sondern fühlen sich politisch akzeptiert und empfinden schlimmstenfalls einen historischen Bezug. Sie meinen, die Veränderungen zu spüren, die sie verursachen wollen: Sie riechen die Angst, die sie nicht verdienen.

Und deshalb sollte man primitive Verbrecher auch als solche behandeln – und der Polizei die Verbrechensbekämpfung überlassen.

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